Geschichte des Königreich-Triathlon Flieden


Der Königreich Triathlon lockt mit seiner Sprint- und Schnupperdistanz seit mehr als zwei Jahrzehnten regelmäßig triathlonbegeisterte Breitensportler und in den letzen Jahren auch zunehmend Profis nach Flieden. So standen hier bereits Profi-Triathleten wie Sascha Wingefeld und Meike Krebs, Schwimm-Ass: Jan-Phillip Glania oder auch Profi-Radrennfahrerin Ester Fennel an der Startlinie.

Was für den Profi einen Trainingsabschnitt unter Wettkampf-bedingungen darstellt, ist für den Breitensportler der Abschluss einer intensiven Vorbereitung und die Krönung seiner Bemühungen.

Wir als Skiclub Flieden wollen insbesondere diesen Breitensportgedanken unterstützen und versuchen den Athleten einen möglichst perfekt organisierten Wettkampf zu bieten. Der Königreichtriathlon ist das sportliche Highlight des Vereins, bei dem jährlich mehr als 100 Vereinsmitglieder für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
Mittlerweile hat sich der Königreichtriathlon zu einem wahren Osthessen-Klassiker unter den Sportveranstaltungen entwickelt, welcher nicht mehr aus dem Wettkampfkalender wegzudenken ist.

Am Anfang stand der gemeinsame Spaß am Skifahren. Beim Aprés-Ski kam die Idee für einen gemeinsamen Verein, worauf im Januar 1989 ca. 30 Skifans den Skiclub Flieden 1989 e. V. gründeten.
Als erste Vereinsaktivität wurde in Flieden eine Skigymnastik eingeführt. Für den Sommer wurde gemeinsames Radfahren und Laufen geplant. Gegen Ende der damaligen Sommersaison wuchs der Entschluss, eine für die Region bis dahin einmalige Sportveranstaltung durchzuführen. In Flieden sollte der „Ironman“ der Region gekürt werden.
Leicht war die Organisation und Durchführung des 1. Königreich-Triathlon nicht. Mit 54 Starter war die Veranstaltung aber ein Erfolg.




Im Mai 1999 wurde erstmals, mit dem Königreichfest der Gemeinde Flieden, der Speed-Duathlon durchgeführt. Die damaligen Eindrücke an die Zuschauermassen und den tosenden Applaus an der Strecke haben sich bis heute in die Köpfe der Athleten eingebrannt. Die Erinnerungen hieran, bewirken bei so manchen noch immer Gänsehaut !

Leider konnte dieses Event aus organisatorischen Gründen nur noch einmal in 2001 durchgeführt werden.

Die Streckenführungen haben sich in den Anfangsjahren immer wieder geändert. So verlief die frühere Radstrecke (knapp 30 Km) zum Teil noch durch die Gemeinde Kalbach mit dem Anstieg hinauf zum Grashof.
Auch bei der Laufstrecke gab es die ein oder andere Änderung. Unter anderem wurde eine größere Steigung aus dem Profil genommen und die  Distanz von fast 7 Km auf 5,4 Km verkürzt.

Seit 2002 gab es keine wesentlichen Änderungen mehr im Streckenplan.


Seit 2013 erwartet die Athleten auf der Laufstrecke jedoch eine Neuerung. Anstatt einer bisherigen Einwegstrecke, werden nun 2 Runden gelaufen, welche genau 5 Km ergeben.


Wieso eigentlich „Königreich“?

Flieden trägt den Beinamen „Königreich“. Die Gemeinde Flieden ist besonders stolz darauf, sich als einziger Ort in Deutschland mit dem Titel „Königreich“ schmücken zu dürfen. Ein Titel, der dem Dorf auch weit über die Grenzen des Landkreises Fulda hinaus zur Ehre gereicht. Wenn jemand etwas von Flieden gehört hat, bringt er das gleich mit dem Königreich in Verbindung.
 
Seit einigen Jahren wird ein „König“ für eine Amtszeit von i.d.R. zwei Jahren gewählt. Er repräsentiert den Ort u.a. auch bei überregionalen Veranstaltungen.
 
Über die Herkunft des Beinamens „Königreich“ gibt es zwei unterschiedliche Anekdoten:
 
1.  Mit dem Bau der Eisenbahn wurde Flieden im Jahre 1867 Bahnstation. Dies bedeutete einen wirtschaftlichen Umbruch für die Bevölkerung. Viele suchten ihr Glück in den neu entstandenen Industriestädten, und von Fliedens Maurern und Arbeitern wurde gesagt, sie hätten „halb Frankfurt“ aufgebaut. In jener Zeit scheint Flieden auch zu seinem Beinamen „Königreich“ gekommen zu sein. Als nämlich einmal an einem Wochenende viele dieser Pendler eine Fahrkarte nach Flieden verlangten, soll der Schalterbeamte in Frankfurt verwundert ausgerufen haben: „Flieden muss ja ein ganzes Königreich sein!“ Sicher ist jedenfalls, dass Flieden weit über seine Grenzen hinaus als „Königreich“ bekannt ist. Den Gemeindevätern war dies Anlass genug, in das Wappen auch die Krone aufzunehmen.
 
2.  Eine anderen Version liegt die Unkenntnis eines Fliedener Sohnes über die politische Zugehörigkeit seiner Heimatgemeinde zugrunde. Als in den Befreiungskriegen gegen Napoleon der Aufruf erging, sich freiwillig für den Kriegsdienst zu melden, stellten sich aus allen Landesteilen junge Männer für das Freiheitsheer zur Verfügung. Anlässlich eines Appells ließ sich ein hoher Militär die angetretenen Soldaten vorstellen, die jeweils aus der Formation traten und Namen und Herkunft angaben. Unser junger Freund aus Flieden hörte sich alles mit an und vernahm: Königreich Sachsen, Königreich Westfalen, Königreich Preußen… und wartete bis er an die Reihe kam. Dann wusste er seinen Namen recht gut aufzusagen, aber zu welchem „Reich“ er gehörte, war ihm nicht bewusst. Nach kurzer Verlegenheitspause begann er noch einmal, und da klang es fest und unerschütterlich: „Johann Adam Klug, Königreich Flieden“!